
„Life has its own natural choreography“
Pema Chödrön
Meine Haltung als
Death Doula & Sterbeamme
Leben, Sterben, Tod und Trauer sind keine getrennten Lebensabschnitte, sondern gehören zusammen. Als Teile eines Kontinuums, sind sie organisch miteinander verbunden und in ihren Grenzen fließend. Die Erfahrungen, die wir machen, hinterlassen Spuren und beeinflussen nachfolgende Lebensmomente und Abschieds- und Trauerprozesse.
Was ist eine Death Doula | Sterbeamme
Death Doulas | Sterbeammen können zu jedem Zeitpunkt im Leben tätig werden, nicht nur am Lebensende. Eine Death Doula berät und begleitet Menschen ganzheitlich durch Sterben, Tod und Abschied. Die Begleitung kann organisatorische, praktische und emotionale Aspekte enthalten und auch spirituelle Themen einschließen.
Death Doula Arbeit ist nicht-medizinisch und ersetzt keine ärztliche, psychotherapeutische oder hospizliche Betreuung. Sie ist eine Erweiterung dieser Angebote mit dem Ziel Wissen und Informationen zu vermitteln, und Menschen darin zu unterstützen sich mit dem Tod auseinander zu setzen und selbstbestimmte, informierte Entscheidungen zu treffen.


Ganzheitliche Begleitung
bedeutet für mich
- Praktisch, emotional und spirituell
- Auf dem Kontinuum von Leben, Sterben, Tod und Trauer
- Persönliche Selbstbestimmung zu unterstützen
- Marginalisierte Lebensrealtiäten mitzudenken
- Ressourcenorientierung
- Leben so lebenswert wie möglich zu gestalten – bis zum letzten Atemzug
- Individuelle Wege des Abschied nehmens zu schaffen
Prozessübergreifende Begleitung
bedeutet für mich
- Menschen auf ihrem Weg durch verschiedene Lebensabschnitte hindurch, und die jeweils damit verbundenen inneren und äußeren Prozesse, zu begleiten.
- Kontinuierlich oder punktuell bzw. mit zeitlichem Abstand dazwischen.
- Manche Begleitungen konzentrieren sich auf einen bestimmten Lebensabschnitt.
- In diesem Fall bedeutet es: fundiertes Wissen um die Prozesse, die dem jeweiligen Lebensabschnitt vorangegangenen sind oder nachfolgen werden und diese mitzudenken.


Sterbe- und Trauerwege als innere Entwicklungsprozesse
Ich glaube, dass Sterbe- und Trauerwege trotz aller Herausforderungen auch Entwicklungsprozesse sind. Und dadurch Phasen inneren Wachstums sein können. Eine Zeit, die z. B. genutzt werden kann, um den Tod zu realisieren und sich auf den bevorstehenden Abschied vorzubereiten.
Zwar lassen sich nicht alle Faktoren beeinflussen, doch je näher ein Abschied an den eigenen Werten ist, desto mehr Raum bleibt für das, was Sterben und Tod auf einer nicht materiellen Ebene bedeuten kann.
Diskriminierungsarm und traumasensibel
Ich bin davon überzeugt, dass es jedem Menschen, unabhängig von seiner sozialen Stellung, möglich sein sollte, einen „Guten Tod“ zu sterben. Ob es einem Menschen möglich ist, einen „Guten Tod“ haben zu können, ist auch eine Frage von Zugang zu Ressourcen. Die Frage, was das Leben lebenswert macht und wie ein „Guter Tod“ aussehen kann, wird sicherlich von jedem Menschen anders beantwortet.
Zu einem bewussten und respektvollen Umgang mit Leben und Tod gehört für mich, strukturelle Machtverhältnisse mitzudenken und eigene Identitäten und Privilegien zu reflektieren. Ich bemühe mich um einen diskriminierungsarmen und traumasensiblen Umgang mit den Lebensrealitäten von Menschen, die von gesellschaftlichen Ausschlüssen wie Rassismus, Antisemitismus, Ableismus, Klassismus oder Homo- und Transphobie betroffen sind.


Offen für alle Glaubensrichtungen
Für viele Menschen ist der Begriff Spiritualität eher abschreckend. In meiner Erfahrung sind spirituelle Fragen wie eingewoben in den Prozess von Sterben und Tod. Sie tauchen von selbst auf. Und dass oft auch dann, wenn man „eigentlich kein spiritueller Mensch“ ist.
Mein Arbeitsansatz berücksichtigt die Bedeutung von Religion oder Spiritualität im Leben der Person, die ich begleite. Gleichzeitig gibt er kein spirituelles oder religiöses Weltbild vor und ist offen für Menschen aus konfessionsfreien bzw. säkularen und verschiedenen religiösen oder spirituellen Kontexten.
Ich stelle mich auf deinen persönlichen Zugang zu Spiritualität und Religion ein. Menschen mit religiöser Praxis unterstütze ich gerne dabei, mit ihrer Gemeinschaft in Kontakt zu treten.