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Meine Arbeit als Sterbeamme

Meine Arbeit als Sterbeamme

In meiner Arbeit als Sterbeamme unterstütze ich dich dabei dein Leben wieder lebenswert zu gestalten. Ich bin davon überzeugt, dass jeder Mensch, unabhängig von gesellschaftlicher Positionierung, die Möglichkeit haben sollte, einen“guten Tod“ zu sterben. Die Frage danach, was das Leben lebenswert macht und wie ein „guter Tod“ aussehen kann, beantwortet sich sicherlich jeder Mensch anders.

Individuelle Selbstbestimmung und die Freiheit der Entscheidung sind für mich zentrale Aspekte meiner Arbeit. Ich sehe mein Gegenüber als Expert:in der eigenen Geschichte und Erfahrungen.

Gesellschaftliche Machtverhältnisse versuche ich mitzudenken und meine eigenen Identitäten und Privilegien zu reflektieren. Ich bemühe mich um Awareness für die Lebensrealitäten von Menschen, die von gesellschaftlichen Ausschlüssen wie Rassismus, Antisemitismus, Ableismus, Klassismus oder Homo- und Transfeindlichkeit betroffen sind. Mein Angebot ist religiös ungebunden und gibt kein spirituelles Weltbild vor.

Hier findest du mehr zu meinem Angebot Trauerbegleitung und Sterbebegleitung.

Das Leben wieder lebenswert gestalten

Das Wort Sterbeamme ist kein neuer Begriff, seine Wurzeln reichen zurück bis ins Mittelalter. In Deutschland findet die Ausbildung zur Sterbeamme bzw. zum Sterbegefährten nach Claudia Cardinal an der Sterbeammen-Akademie in Hamburg statt. Mehr dazu findest du hier.

  • Sterbeammen begleiten Menschen in existentiellen Lebenskrisen und Lebensumbrüchen, in Situationen, die mit Tod, Sterben und Trauer zu tun haben, oder anderen Lebenssituationen, wie z. B. eine Trennung oder der Verlust des Arbeitsplatzes.
  • Sterbeammen arbeiten religiös ungebunden. Sie haben eine ganzheitliche Herangehensweise, die Raum für verschiedene Glaubensrichtungen, spirituelle Weltbilder oder eine atheistische Positionierung lässt.
  • Selbstbestimmung und Handlungsfähigkeit sind zentrale Elemente in der Begleitung und Beratung. Sterbeammen unterstützen dabei, herauszufinden was für eine:n selbst richtig und wichtig ist, und die eigenen Antworten zu finden und Entscheidungen so selbstbestimmt wie möglich zu treffen.
  • Sehr oft, z. B. bei jeder lebensbedrohlichen Erkrankung, aber auch bei Suizidalität gibt es zwei zukünftige Möglichkeiten – weiterzuleben oder sich auf einen Abschied vorzubereiten. Solange ein Mensch lebt, kommen beide Möglichkeiten in Betracht. Eine Sterbeamme denkt daher immer auch beide Wege mit. Sie unterstützt im Umgang mit Ängsten und Undenkbarem, damit ein Weiterdenken und Weiterhandeln wieder möglich wird.
  • In der Begleitung von Sterbenden wird versucht, ein würdevolles, selbstbestimmtes, authentisches Leben und Sterben zu unterstützen. Eine enge Vernetzung mit Hospiz- und Palliativdiensten oder Bestatter:innen wird angestrebt.